Mehr Azubis im Handwerk finden – 6 hilfreiche Tipps

Mehr Azubis im Handwerk finden – 6 hilfreiche Tipps

Am 01. August 2022 ist es wieder so weit: Das neue Ausbildungsjahr beginnt. Und doch sind viele Betriebe noch auf der Suche nach neuen Azubis im Handwerk. Damit die Suche auch gelingt und was Betriebe dafür tun können, haben wir in sechs Tipps zusammengefasst.

„In der heutigen Zeit bekommt man keine Azubis im Handwerk mehr.“ Diesen Satz haben wir bestimmt alle schon mindestens genauso oft gehört, wie das Wort „Fachkräftemangel“. Das ist auch kein Wunder, wenn man nie etwas ändert und trotz allem noch auf jahrzehntealte Maßnahmen setzt. Auszubildende im Unternehmen zu haben und zu halten, ist jedoch enorm wichtig, um dem „Fachkräftemangel“ entgegenzuwirken.

Mit diesen Tipps wird es in Zukunft deutlich leichter, neue Azubi-Bewerbungen zu generieren.

Auf Social Media präsentieren

Als Handwerksbetrieb sollte man sich auf Social Media-Kanälen präsentieren. Instagram ist dafür zum Beispiel eine geeignete Plattform. Denn dort ist genau die Zielgruppe vertreten, die angesprochen werden sollte – junge Menschen, die eben auch potenzielle Azubis im Handwerk sein können.

Erstelle ein Profil für Deinen Betrieb und leg los! Poste Bilder und Videos von den Arbeitsprozessen und Resultaten, die Ihr im Unternehmen fertigt. Poste Storys aus eurem Arbeitsalltag und erstelle Reels von Dir und/oder Deinen Mitarbeitenden, in denen Ihr Euch an Eure Followerinnen und Follower richtet. Wichtig ist dabei, dass man interaktive Inhalte bietet. So kann man in Storys Umfragen einbauen oder in der Beschreibung der Beiträge Fragen stellen, auf die wiederum reagiert werden können.

Über Instagram werden vielleicht keine direkten Bewerbungen eingehen, aber man steigert die Sichtbarkeit des Betriebs und somit eventuell auch die Anfragen. In jedem Fall macht man sich damit bekannter und hat eine größere Chance auf eine breite Reichweite.

Modernes und digitales Arbeiten

Um die Attraktivität für Deinen Betrieb sowie das Handwerk zu steigern, kannst Du zudem moderne und digitale Arbeitsmethoden anbieten. Kaum etwas begeistert junge Menschen mehr als Technik. Schon in der Schule arbeiten mittlerweile viele Schülerinnen und Schüler mit Tabletts anstatt Collegeblöcken – Stichwort „Digital Natives“. Warum also noch auf altmodische Arbeitsweisen setzen? Man könnte im Handwerk beispielsweise Apps einführen, in denen die Arbeitsanweisungen an alle Mitarbeitenden kommuniziert werden. Es ist außerdem nicht nur spannender sowie praktischer für Dein Team, sondern erspart Dir auf lange Sicht auch viel Arbeit.

Persönlichen Kontakt suchen

Neben der Onlinepräsenz ist es eine andere Möglichkeit, dahin zu gehen, wo man potenziellen Azubis begegnet.

So kannst Du auch die Abschlussklassen der örtlichen Schule besuchen oder bei Job-Messen und Azubi-Speed-Datings teilnehmen. Berichte von Deinem Unternehmen und den Vorteilen, die eine Ausbildung bei Dir mit sich bringt. Vergiss dabei nicht die richtigen Zusatzleistungen, die Du Deinen Azubis im Handwerk bietest. Welche das sind, erfährst Du im nächsten Punkt.

Richtige Anreize schaffen

Sind Werkzeuge und Arbeitskleidung, die den Azubis im Handwerk gestellt werden, wirklich als Zusatzleistungen zu verstehen? Wohl eher eine Sache der Selbstverständlichkeit.

Das handwerk-magazin hat in der Ausgabe 11/2021 eine Umfrage zu diesem Thema veröffentlicht. Unterteilt wurde dabei in zwei Bereiche – immaterielle und materielle Anreize. So legt die Generation Z bei den immateriellen Anreizen besonders viel Wert auf ein gutes Arbeitsklima, Sinnhaftigkeit, Spaß und Wertschätzung sowie Vertrauen. Bei den materiellen Anreizen liegt auf Platz 1 das monatliche Entgelt, auf Platz 2 eine Betriebsrente/Altersvorsorge und auf Platz 3 ein betriebliches Gesundheitsmanagement.

Wenn es also darum geht, junge Menschen von einer Ausbildung im Handwerk zu überzeugen, sollten diese Anreize nicht fehlen.

Mitarbeitenden einbeziehen

Mitarbeitende gehören sicherlich zu den wichtigsten Werbeträger/innen eines Unternehmens. Schließlich sind sie es, die sich um die Auszubildenden kümmern und das Arbeitsklima sowie familiäre Umfeld gestalten. Als Führungspersonal ist man weniger involviert, zumal man sich immer mehr aus dem operativen Geschäft zurückzieht und mehr „am“ als „im“ Unternehmen arbeitet. Mache demnach auch Videos von Deinem Team und veröffentliche diese auf der Unternehmenswebsite. Was Dein Personal über die Arbeit in Deinem Betrieb zu sagen hat, überzeugt oft am meisten.

Perspektive bieten

Man bildet unter anderem in der Hoffnung aus, um junge Fachkräfte langfristig an das Unternehmen zu binden. Deshalb ist es so wichtig, den Azubis im Handwerk eine Perspektive zu bieten. In den Ausbildungsgesprächen kann man sich dementsprechend auf Themen eingehen, die sie besonders interessieren und auf welchen Bereich sie sich vielleich zukünftig konzentrieren möchten. So kann man ihnen daraufhin die Möglichkeit geben, diesen Schlüsselbereich näher kennenzulernen. Früher oder später werden sie schließlich zu echten Fachkräften in Deinem Unternehmen.

Die klaren Vorteile: Junge Leute sind motiviert, kennen das Sortiment und wissen genau, wie das Unternehmen funktioniert. Sie wiederum haben eine hohe Arbeitsplatzsicherheit und können ihren Interessen und Talenten nachgehen.

Für den Ausbildungsstart im August solltest Du mit Deinem Betrieb also spätestens jetzt gewappnet sein! Fallen Dir vielleicht weitere Tipps ein, wie man Azubis im Handwerk gewinnen kann? Wir wünschen jedenfalls viel Erfolg bei der Suche und hoffen auf viele neue und fleißige Auszubildende.

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Über den Autor

felix
Felix Sirotek – Felix ist hier auf Mega-Handwerk unser Fachmann für die Weiterentwicklung von Handwerksunternehmern. Er hat sich darauf spezialisiert, Handwerksbetriebe dabei zu unterstützen und zu beraten, wie sie Mitarbeiter gewinnen und binden können. Da passt es gut, dass er ohnehin Experte für die Betriebliche Altersversorgung (DVA) und Fachberater für Belegschaftsversorgung ist. Mit innovativen Strategien, digitalen Lösungen und Studien zur Arbeitgeber-Attrativität unterstützt er das Handwerk im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Schließich weiß Felix eines ganz genau: Handwerk ist MEGA!

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