Interview mit Handwerksunternehmern – 10 Fragen an einen Fahrzeugbaumeister

Interview mit Handwerksunternehmern

Unsere Serie „Interview mit Handwerksunternehmern“ geht in die zweite Runde und setzt sich mit einem Gespräch zwischen Felix Sirotek und dem Fahrzeugbaumeister Peter Schnitzler fort: Felix hat ihm 10 Fragen rund um die Übernahme seines Familienbetriebs und die Herausforderungen der Zukunft gestellt. Lest selbst!

Interview mit Handwerksunternehmern – Ein Fahrzeugbaumeister über seinen Beruf

Wer bist Du und was ist Dein Gewerk?

Peter Schnitzler: Mein Name ist Peter Schnitzler, ich bin 33 Jahre alt und gelernter Fahrzeugbaumeister. Zunächst war ich für den Bereich der Hydrauliktechnik in unserem Familienunternehmen „Etz Bierewirtz GmbH“ zuständig. Seit 2019 bin ich dann in die Geschäftsführung des Betriebs gewechselt.

Warum bist Du Handwerker geworden?

Peter Schnitzler: Ich bin mit dem Handwerk aufgewachsen und habe schon seit der Kindheit Berührungspunkte mit dem Beruf. Ich hatte immer ein großes Interesse am Handwerk, insbesondere jedoch, was den Fahrzeugbau betrifft.

Was macht Dir bei Deiner Arbeit am meisten Spaß?

Peter Schnitzler: Mir macht vor allem das Ausloten der Kundenansprüche Spaß. Außerdem habe ich natürlich die größte Freude daran, wenn unsere Kundinnen und Kunden mit dem Endergebnis zufrieden sind. Das ist das schönste Lob.

Was nervt Dich manchmal auch etwas an der Arbeit?

Peter Schnitzler: Tatsächlich macht einem die Abhängigkeit der Lieferanten zu schaffen. Und ich glaube ich spreche für die gesamte Handwerksbranche, wenn ich sage, dass der fehlende Nachwuchs frustriert.

Warum hast Du Dich in Deinem Gewerk selbstständig gemacht?

Peter Schnitzler: Eine andere Option gab es nicht – für mich war schon immer klar, dass ich das Familienunternehmen eines Tages übernehmen werde.

Interview mit Handwerksunternehmern – 10 Fragen an einen Fahrzeugbaumeister

Interview mit Handwerksunternehmern – Herausforderungen für die Branche

Wo siehst Du die größten Herausforderungen für Dein Unternehmen aktuell?

Peter Schnitzler: Ich sehe die größten Herausforderungen definitiv in der Gestaltung der Zukunft unseres Betriebs. Es gibt immer weniger Nachwuchs, der Altersdurchschnitt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird immer höher und somit wird auch der vorherrschende Fachkräftemangel ein wachsendes Problem für uns.

Was sind aus Deiner Sicht die größten Herausforderungen im Handwerk für die Branche?

Peter Schnitzler: In der Branche passen Angebot und Nachfrage immer weniger zueinander. Darüber hinaus finde ich, dass die Akzeptanz von Handwerkerinnen und Handwerkern in der Gesellschaft verbessert werden sollte.

Perspektive mit einer Ausbildung im Handwerk

Was sagst Du zu jemandem, der sagt, dass eine Ausbildung im Handwerk keine Zukunft hat?

Peter Schnitzler: Dem zeige ich die ganzen Chancen auf, die man nach einer Ausbildung in der Branche hat.

Wie können junge Leute herausfinden, welche Ausbildung im Handwerk am besten zu ihnen passt?

Peter Schnitzler: Meiner Meinung nach helfen Praktika sehr gut, wenn man noch nicht ganz sicher ist, was zu einem passt. Dabei lernt man sich selbst sowie die eigenen Wünschen und Ansprüche und vor allem den Beruf kennen.

Was wünschst Du Dir für Deinen Betrieb und die Zukunft des Handwerks?

Peter Schnitzler: Ich wünsche mir, dass wir wieder mehr Auszubildende finden, die das Handwerk gerne ausüben und den Beruf weiterleben lassen. Das ist eine Aufgabe für uns alle. Um junge Leute wieder mehr für den Beruf zu begeistern, müssen alle anpacken!

Eine Weisheit zum Abschluss

„Verachtet mir die Meister nicht und ehret ihren Stand, als das deutsche Handwerk blühte, blühte auch das Land.“

Auch Peter Schnitzler sieht es also als Herausforderung, den Handwerksberuf am Leben zu erhalten und junge Leute zu einer Ausbildung zu motivieren. In unserem letzten Interview mit Handwerksunternehmern könnt Ihr nachlesen, wie er das ganze sieht.

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Über den Autor

felix
Felix Sirotek – Felix ist hier auf Mega-Handwerk unser Fachmann für die Weiterentwicklung von Handwerksunternehmern. Er hat sich darauf spezialisiert, Handwerksbetriebe dabei zu unterstützen und zu beraten, wie sie Mitarbeiter gewinnen und binden können. Da passt es gut, dass er ohnehin Experte für die Betriebliche Altersversorgung (DVA) und Fachberater für Belegschaftsversorgung ist. Mit innovativen Strategien, digitalen Lösungen und Studien zur Arbeitgeber-Attrativität unterstützt er das Handwerk im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Schließich weiß Felix eines ganz genau: Handwerk ist MEGA!

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