10 Fragen an einen Handwerker – Über die Zukunft und Herausforderungen im Handwerk

10 Fragen an einen Handwerker – Über die Zukunft und Herausforderungen im Handwerk

Heute mit Felix Sirotek im Interview ist ein junger Handwerksunternehmer aus Hessen, der in den vergangenen zwei Jahren einen rasanten Aufstieg mit seinem Betrieb hingelegt hat. Gemeinsam sprechen wir über aktuelle Herausforderungen im Handwerk und die Zukunft des Berufs – vor allem auch für junge Menschen.

Handwerker Benjamin Schmitt über seinen Beruf

Zunächst einmal zu Deiner Person: Wer bist Du und was ist Dein Gewerk?

Benjamin Schmitt: Ich bin Benjamin Schmitt, Gründer und Geschäftsführer der Schmitt HLS GmbH in Dipperz. Ich bin 32 Jahre alt und habe einen Betrieb für Heizung, Lüftung und Sanitär.

Warum bist Du Handwerker geworden?

Benjamin Schmitt: Ich bin Handwerker geworden, weil mir von Anfang an sehr wichtig war, ein Gewerk mit meinen Händen zu schaffen.

Was macht Dir bei Deiner Arbeit am meisten Spaß?

Benjamin Schmitt: Heute bin ich einfach nur stolz darauf, was wir als Handwerker bewegen können. Das Schönste ist für mich, wenn wir eine Heizungsanlage in Betrieb nehmen oder eine Heizung, die nicht funktioniert wieder zum Laufen bringen und wir damit einen weiteren Kunden glücklich gemacht haben.

Was nervt Dich manchmal auch etwas an der Arbeit?

Benjamin Schmitt: Eigentlich nichts so wirklich. Ich liebe was ich tue und will jeden Tag 110% für meinen Betrieb, meine Kunden und meine Mitarbeiter geben.

Warum hast Du Dich in Deinem Gewerk selbstständig gemacht?

Benjamin Schmitt: Weil ich ein besserer Chef sein will als die, die ich bisher hatte. Damit das Handwerk zukunftssicher bleibt, ist es meiner Meinung nach wichtig, dass wir neue Wege gehen und uns auch richtig um unsere Mitarbeiter kümmern. Nur so wird es gelingen, wieder mehr junge Menschen für das Handwerk zu begeistern.

Benjamin Schmitt und sein Team: 10 Fragen an einen Handwerker – Über die Zukunft und Herausforderungen im Handwerk

Über die Herausforderungen im Handwerk

Wo siehst Du die größten Herausforderungen für Dein Unternehmen aktuell?

Benjamin Schmitt: Aktuell ist die größte Schwierigkeit für mich und meinen Betrieb mit der schlechten Zahlungsmoral einiger Kunden umzugehen. Gerade jetzt besonders, da wir auf Wachstumskurs sind und immer wieder in unseren Betrieb investieren.

Was sind aus Deiner Sicht die größten Herausforderungen im Handwerk für die Branche?

Benjamin Schmitt: In meinen Augen ist es sehr mühsam, das Handwerk interessant für die Jugend zu gestalten und deutlich zu machen, wie spannend unser Beruf ist. Außerdem ist es eine Herausforderung, den Vorurteilen zu entfliehen und zu zeigen, dass man auch im Handwerk gut verdienen kann.

Ist eine Ausbildung im Handwerk das Richtige für mich?

Was sagst Du zu jemandem, der sagt, dass eine Ausbildung im Handwerk keine Zukunft hat?

Benjamin Schmitt: Ich würde sagen: „Du hast Dich leider nicht richtig informiert, denn im Handwerk hast Du einen krisensicheren Job mit super Verdienstmöglichkeiten und einer Bandbreite an Zukunftsperspektiven.“

Wie können junge Leute herausfinden, welche Ausbildung im Handwerk am besten zu ihnen passt?

Benjamin Schmitt: Wir bieten unseren Bewerbern ein Probearbeitstag an, um herauszufinden, ob genau diese Ausbildung das Richtige für sie ist. Des Weiteren kann man auf Onlineportalen verschiedene Tests machen. Dort werden die eigenen Interessen und Fähigkeiten mit verschiedenen Berufen abgeglichen und man kann anhand dessen herausfinden, welcher Tätigkeitsbereich ideal zu einem passt. Das finde ich auch sehr hilfreich für junge Leute, die noch genau wissen, in welche Richtung sie gehen möchten.

 Was wünschst Du Dir für Deinen Betrieb und die Zukunft des Handwerks?

Benjamin Schmitt: Ich wünsche mir, dass die Kunden das Handwerk mehr schätzen lernen und gerade junge Leute die Liebe zur Handwerksarbeit wiederfinden. Es wäre schön, wenn die Ausbildung gerade im Handwerk wieder attraktiver wird und somit dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann.

Fazit: Herausforderungen im Handwerk und die Zukunft des Berufs

So wie Benjamin Schmitt und seinem Betrieb geht es auch vielen anderen Unternehmen: Es sind große Herausforderungen im Handwerk, den jungen Leuten den Beruf schmackhaft zu machen und somit die Zukunft des Berufs zu sichern. Wir klären bei Mega-Handwerk unter anderem auf, wie man neue Auszubildende erfolgreich überzeugen und den Handwerksberuf schmackhaft machen kann.

Artikelbild: Pexels

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Über den Autor

felix
Felix Sirotek – Felix ist hier auf Mega-Handwerk unser Fachmann für die Weiterentwicklung von Handwerksunternehmern. Er hat sich darauf spezialisiert, Handwerksbetriebe dabei zu unterstützen und zu beraten, wie sie Mitarbeiter gewinnen und binden können. Da passt es gut, dass er ohnehin Experte für die Betriebliche Altersversorgung (DVA) und Fachberater für Belegschaftsversorgung ist. Mit innovativen Strategien, digitalen Lösungen und Studien zur Arbeitgeber-Attrativität unterstützt er das Handwerk im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Schließich weiß Felix eines ganz genau: Handwerk ist MEGA!

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