Handwerker-Fragen im Internet – welche Handwerker essen am meisten?

Handwerker-Fragen im Internet – welche Handwerker essen am meisten

In dieser neuen Reihe besprechen wir die häufigsten Handwerker-Fragen, die auf Google und Co. gestellt werden. Was können wir aus den Fragen lernen? Sie zeigen, wie groß das Interesse in der Bevölkerung ist, mehr über das Handwerk zu erfahren. Sie offenbaren aber auch einige Klischees, mit denen das Handwerk leider noch zu tun hat. Etwas Aufklärung kann daher nicht schaden.

Welche Handwerker-Fragen geben die Menschen am häufigsten auf Google ein? Und was können wir dadurch über das Handwerksimage erfahren? Wir haben gründlich recherchiert, welche Fragen mit Handwerksbezug besonders of im Internet gestellt werden. Die Ergebnisse fanden wir sehr spannend, weshalb wir sie in dieser neuen Artikelreihe mit Euch teilen möchten.

Handwerker-Fragen – was Menschen über das Handwerk denken

Zunächst wird im Netz natürlich vor allem nach Handwerkern gesucht – nach den richtigen Handwerkern für ein Problem, nach Handwerkern in der Nähe und nach Handwerkern, die besonders gut bewertet wurden. Das ist aber nicht alles. Das Interesse am Handwerk geht viel weiter. Und diese Handwerker-Fragen drehen sich nicht nur um die weit verbreiteten Klischees.

Viele Menschen möchten auf Google mehr über Handwerkerinnen und Handwerker erfahren. Darüber, wie sie genau arbeiten, wie sie leben, ja, wie sie denken. Wir schauen in dieser Artikelreihe die häufigsten Google-Fragen näher and und geben vorsichtige Antworten. Im ersten Teil geht es um etwas ganz Konkretes – nicht wundern, aber diese Frage ist unter allen Handwerker-Fragen wirklich sehr verbreitet.

Welche Handwerker essen am meisten? Ernsthaft?!

Ja, richtig gelesen. Offenbar zerbrechen sich viele Google-Nutzer seit Jahren den Kopf darüber, welche Handwerker was essen und welche Handwerker am meisten essen. Komische Frage? Blöde Frage? Das möchten wir nicht bewerten. Aber woher kommt dieses große Interesse am Speiseplan der Handwerkerzunft?

Vielleicht hat das mit einem der wohl berühmtesten Fotos der Welt zu tun. Jede:r von uns hat dieses Bild vermutlich schon einmal gesehen. Die Rede ist von der Fotografie „Mittagspause auf einem Wolkenkratzer“ (Lunch atop a Skyscraper) aus dem Jahr 1932. Es zeigt elf Männer, die auf einem Stahlträger ihr Mittagessen zu sich nehmen. Es scheint, dass sie dabei völlig entspannt sind. Obwohl sie sich in schwindelerregender Höhe befinden und keine Sicherungen erkennbar ist:


Genauso wie die mutige Entspanntheit der Männer hoch im Himmel uns fasziniert, haben sich viele gefragt, was die Herren den da genau essen. Irgendwie scheinen sich die Menschen sehr dafür zu interessieren, was Handwerker, die so Großes leisten, denn essen. Und wie viel davon.

Welche Handwerker essen denn nun wirklich am meisten?

Wie lässt sich die Frage, welche Handwerkerinnen und Handwerker am meisten essen, denn nun beantworten? Die Antwort lässt sich nicht leicht beantworten, die häufigste Antwort im Netz ist tatsächlich auch ein verbreiteter Witz:

„Welche Handwerker essen denn nun am meisten? Maurer. Die verputzen ganze Häuser“ – sehr richtig, ein relativ flacher Witz. Doch was soll’s, Hauptsache, die Leute haben ihren Spaß. Nun aber im Ernst: Wer isst denn im Handwerk wirklich besonders viel?

Zum einen könnten es natürlich die Handwerker sein, die direkt an der Quelle sitzen: Zum Bespiel die Bäcker:in, Brauer:in, Fleischer:in, Konditor:in oder auch Weintechnolog:innen. Wer ständig mit Leckereien zu tun hat, wird vermutlich nicht so schnell vom Fleisch oder Kuchen fallen? Das ist denkbar, aber nicht belegt.

Zum anderen gibt es natürlich zahlreiche Berufe im Handwerk, die besonders kräftezehrend sind. Dass sich die Männer und Frauen hier besonders gut stärken müssen, ist nicht von der Hand zu weisen. Wer zum Beispiel mauert, zimmert, Dächer deckt, Steine schlägt, pflastert oder Gerüste aufbaut, hat schnell Hunger.

Aber auch hier ist nicht pauschal zu sagen, wer mehr oder weniger isst. Das hängt letztendlich vom Individuum ab. Wie in jeder Branche gibt es schlanke und kräftige Typen. Und manche essen eben gerne einen Teller mehr als andere.

Übergewicht und gesundheitliche Risiken im Handwerk

Harte körperliche Arbeit kann jedoch zweifellos zu Verschleißerscheinungen und spätestens im Alter zu verschiedenen Gebrechen führen. Deshalb werden gerade Handwerkerinnen und Handwerkern regelmäßige Ausgleichsübungen empfohlen. Obwohl nach einem langen Tag auf dem Bau die Lust darauf begrenzt ist.

Eine ungesunde Gewohnheit ist bei Handwerkern verbreitet, die viel Zeit beim (Privat-)Kunden verbringen. Sie trinken häufig zu wenig, damit sie nicht zur Toilette gehen müssen. Dabei ist gerade für alle, die körperlich arbeiten, ausreichende und regelmäßige Flüssigkeit sehr wichtig. Wer oft zu wenig Wasser trinkt, belastet langfristig sogar Organe wie Nieren und Leber.

Was Studien zufolge definitiv zu mehr Übergewicht führt ist der Schichtdienst. Wer ständig in unterschiedlichen Schichten und besonders nachts arbeitet, ist hier leider sehr gefährdet. Denn wir bringen mit den unterschiedlichen Arbeitszeiten unserer innere Uhr durcheinander. Und das belastet speziell den Magen-Darm-Trakt.

Übermüdung kann zudem zu Heißhunger führen und gerade Süßigkeiten oder Fast Food sind ein beliebter Snack, um sich spät abends oder in der Nacht schnell zu stärken. Das gilt aber nicht nur für Handwerker, sondern auch für Kopfarbeiter, die noch sehr spät aktiv sind.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von giphy.com zu laden.

Inhalt laden

Fazit: Handwerker-Fragen

Somit konnten wir die erste der Handwerker-Fragen im Internet hoffentlich zufriedenstellend klären. Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Ständige Nähe zu Lebensmitteln und körperlich anstrengende Arbeit erhöhen die Wahrscheinlichkeit, häufiger und mehr zu essen. Aber es gibt einfach nicht den einen Handwerksberuf, in dem alle mehr essen.

Noch kurz zurück zum Witz: Essen Maurer wirklich am meisten? Auf jeden Fall ist Mauern und Verputzen ziemlich anstrengend. Und diese und ähnliche Formen der körperlichen Arbeit erhöhen den Nahrungsbedarf. Nicht zu vergessen ist aber auch das Feierabendbier, das auf vielen Baustellen Tradition hat. Das führt auf Dauer trotz körperlicher Aktivität zu einem Bäuchlein. Dazu aber später in dieser Reihe „Handwerker-Fragen“ mehr.

Was sind Eure Erfahrungen? Seid ihr selbst im Handwerk tätig und habt besondere Essgewohnheiten? Kennt ihr Kollegen anderer Gewerke, die besonders gute Esser sind? Wir freuen uns über Eure Erfahrungen und Anekdoten in den Kommentaren.

Teile diesen Beitrag:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.